00-Vor der Reise
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Es ist der 25. August um 11:32 Uhr und wir fahren los nach ollen ollen vorher Geld ohne Rolleranbietern schicker Bucht am Tag
Naugard
Lidl
Pizza essen im Restaurant nebenan, ich trinke Kirschbier, lecker.
26.08.21 Ü n15.113270 e53.671391
baden in der Badeanstalt
Abfahrt kurz nach zehn
Wir kommen auf den Kreisel, von dem die Straße auf die Halbinsel geht.
Danach kommt auf der anderen Straßeseite ein Megastau. Hier ist das Nadelöhr um von der Halbinsel runterzukommen.
Einige Campingplätze werden angefahren. Überall, leider alles voll. Es sieht nicht gut aus. Am Hafen von Jastarnia (Heisternest) sehen wir „vorne“ Wohnmobile. Hin und siehe, hier stehen einige Polen und Deutsche frei. Da passen wir gut dazu.
Ü:
Nebenan ist ein angenehmer Campingplatz für Surfer. Zelte und Wohnwagen sind sehr eng gestellt.
Zur Zeit des Deutschordensstaats Preußen hieß die Ortschaft Heigsternest.[1] Ursprünglich ging die Ortschaft aus zwei Fischerdörfern hervor, aus dem so genannten Putziger Heisternest (heute Jastarnia Pucka) und dem Danziger Heisternest (heute Bór). Das Danziger Heisternest wie auch das Städtchen Hela waren im 18. und 19. Jahrhundert Eigentumsortschaften der Stadt Danzig.[2][3] Das Danziger Heisternest wurde von Protestanten bewohnt, während die Bewohner von Putziger Heisternest katholisch waren und kaschubisch sprachen. Noch heute sollen sich die Dialekte in den Ortsteilen unterscheiden lassen. Im Jahr 1871 hatte Danziger Heisternest 388 Einwohner und 89 Haushaltungen, die auf 74 Wohngebäude verteilt waren.[4]
Die Halbinsel Hela hatte bis zum Inkrafttreten des Versailler Vertrags 1920 nach dem Ersten Weltkrieg zum Landkreis Putzig im Regierungsbezirk Danzig der Provinz Westpreußen des Deutschen Reichs gehört und musste dann zur Einrichtung des Polnischen Korridors an Polen abgetreten werden.
Der Bau der Bahnstrecke Reda–Hel im Jahr 1922 und ein eigener Hafen machten Heisternest innerhalb kurzer Zeit zu einem beliebten Seebad.
Nach dem Überfall auf Polen 1939 wurde Heisternest völkerrechtswidrig vom Deutschen Reich annektiert und gehörte nun zum Reichsgau Danzig-Westpreußen. Nach der Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht war die Halbinsel Hela mit 60.000 Flüchtlingen und Soldaten ab 9. Mai 1945 in der Hand der Roten Armee und ein großes Kriegsgefangenen Lager. In Jastarnia dabei war der Sanitätsfeldwebel Bernhard Häring, ein kath. Priester. Er wechselte in Priesterkleidung und wirkte hier bis Oktober 1945 unerkannt als Pfarrer.[5]
27.08.21, Freitag
Da alle Campingplätze bis hierher auf der Halbinsel bis auf den letzten Platz gefüllt sind und wir nicht die ganze Zeit frei stehen wollen bleibt uns nichts anderes übrig, als dieses quirlige Urlaubsparadies zu verlassen.
Einmal bis ans Ende von Hel in den namensgebenden Ort Hel. Hier hinten hätten wir im dunklen Wald auf feuchtem Boden auch für einige Tage verbringen können. Der Wetterbericht sagt aber auch Regnen an. Also ein guter Tag zum fahren. Wir stellen unseren Plan um. Das Ziel ist jetzt die Frische Nehrung. Keine drei Stunden bis dahin, rechnet unsere Naviapp aus. Das war die Theorie. Die Praxis beschert uns Stop-and-go! Es ist Freitag und dann durch die Dreistadt Gdingen-Zopot-Danzig, rund eine Million Einwohner auf 30 km Länge an der Danziger Bucht! Stoßstange an Stoßstange! Das dauert halt. Nach sechs Stunden mit einer Kaffee-Trink-Pause sind wir 4km vor der russischen Grenze und 60 km Luftlinie von Königsberg entfernt in Nowa Karczma/Neukrug. 2003 standen wir an der anderen Grenze zu Königsberg auf der Kurischen Nehrung bei Nidden.
Ü: 54.428939, 19.599534
28.08.21, Sa
Mit den Rädern zur Grenze nach Russland/Königsberg, Außengrenze Eu/Russland.
Es geht sehr steil hoch über die Düne, geschätzt über 25 m hoch und wieder runter zum Parkplatz. Die höchsten Dünen hier in der Gegend sind laut Karte 31 m hoch.
Vom Parkplatz aus sind es 3 km bis zum Hinterlandszaun der Grenze. Tatsächlich wird sie ungefähr 500 m weiter östlich verlaufen.
Direkt am Schlagbaum beginnt/endet der Fernradweg der EU. Gut ausgebaut, gut zu fahren.
Wir beschließen bis in den nächsten Ort/Hauptort Kahlberg/Krynica Morska zu fahren. Von hier aus fahren Schiffe über das Frische Haff nach Frombork. Das wäre doch ein gutes Ausflugsziel. In Frauenburg wirkte Nikolaus Kopernikus als Domherr.
29.08.2021, Sonntag
Heute Morgen hat es intensiv geregnet. Das heißt, wir schlafen richtig lange. Nach 12 Uhr schwingen wir uns auf die Räder und fahren nochmal die knapp 4km in Richtung Eu-Außengrenze. Diesmal jedoch nicht an die Seite der Ostsee, sondern auf dem Kolonnenweg der Grenzer auf die Seite des Frischen Haffs.
Oben auf der Hauptdüne, vielleicht auf 30 m über der Ostsee und dem Frischen Haff, befindet sich eine automatische Radaranlage. Ich versuche noch einige Meter zu Fuß in Richtung Haff runter zu gehen. Das mag meine Hüfte gar nicht. Hoch, zurück durch den Sand und zurück auf die Räder. Meine Hüfte liebt Rad fahren!
Kaffee und Kuchen in Piaski mit Blick übers Haff nach Frombork/Frauenburg, lecker!
Zurück zum Campingplatz, im Schilf auf dem Campingplatz sind mindestens zwei Wildschweine zu sehen.
30.08.2021, Montag
Unser heutiges Ziel ist Frombork/Frauenburg auf der südlichen Haffseite. Rund 12 km bis zum Hafen in Krynica Morska/Kahlberg, um 10 Uhr dann mit dem Ausflugsschiff in 1 1/2 Stunden nach Frauenburg, 3 Stunden in Nicolaus Kopernikus Heimatstadt Aufenthalt und dann um 15 Uhr zurück. Kosten ungefähr 25€ für hin und zurück.
Eben, gerade beim Frühstücken, laufen zwei Wildschweine an unserem Auto vorbei.
Nikolaus Kopernikus war ein Domherr des Fürstbistums Ermland in Preußen sowie Astronom und Arzt, der sich auch der Mathematik und Kartographie widmete. Wikipedia
Geboren: 19. Februar 1473, Toruń, Polen
Verstorben: 24. Mai 1543, Frauenburg, Polen
Ausbildung: Universität Padua (1501–1503), mehr
Beeinflusst von: Claudius Ptolemäus, Aristoteles, Aristarchos von Samos, mehr
Eltern: Nicolaus Copernicus Sr., Barbara Watzenrode
Beeinflusste Personen: Galileo Galilei, Johannes Kepler, Isaac Newton,
„So sitzt die Sonne auf ihrem königlichen Thron und regiert ihre Kinder, die Planeten,
die sie umkreisen.“
Kurz und prägnant hat Nikolaus Kopernikus sein Lebenswerk zusammengefasst: die Revolution des astronomischen Weltbildes.
Kopernikus, 1473 geboren, stammte aus einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie in Thorn an der Weichsel. Nach dem Tod der Eltern sorgte sein Onkel, Fürstbischof im Ermland, für ihn – und die klerikale Karriere war vorgezeichnet. Kopernikus studierte unter anderem in Krakau und Bologna, wo er 1497 verfolgte, wie der Mond den Stern Aldebaran bedeckte. Doch das Himmelsschauspiel verlief ganz anders als vorausberechnet. Schlagartig wurde ihm klar, dass die damalige Theorie zum Aufbau der Welt den Lauf der Gestirne nicht präzise erklären konnte.
„Nachdem ich dieser Fehler gewahr geworden war, überlegte ich oft, ob dieses überaus schwierige und beinahe unlösbare Problem vielleicht durch eine vernünftigere Anordnung der Bahnen zu lösen wäre. Das ist in der Tat möglich, sofern man einige Grundannahmen akzeptiert:“
31.09.2021, Dienstag
Nach dem Mittag fahren wir vom Campingplatz ab. Die 37 km bis nach Stegna sind in knapp einer Stunde gefahren.
bis zum 4.09. bleiben wir hier.
04.09.2021, Sonnabend
Hier on Steegen haben wir alles abgefahren. Viel ist nicht mehr zu erkunden.
Umsetzen in Richtung Westen, wir wollen am Donnerstag, 09.09 in Neustrelitz sein und im Briefwahllokal für die Bundes-und Landtagswahl unsere Stimmen abgeben. Wir empfinden es als unsere Pflicht zu wählen! Wir, ich bestimmen mit unserer Stimme, wer in den nächsten Jahren in den entsprechenden Parlamenten sitzt und unsere Interessen vertritt! Nur, wenn ich selbst gewählt habe, dann kann ich die die ich gewählt habe direkt zur Rechenschaft ziehen.
Es ist der 25. August um 11:32 Uhr und wir fahren los nach ollen ollen vorher Geld ohne Rolleranbietern schicker Bucht am Tag
Naugard
Lidl
Pizza essen im Restaurant nebenan, ich trinke Kirschbier, lecker.
26.08.21 Ü n15.113270 e53.671391
baden in der Badeanstalt
Abfahrt kurz nach zehn
Wir kommen auf den Kreisel, von dem die Straße auf die Halbinsel geht.
Danach kommt auf der anderen Straßeseite ein Megastau. Hier ist das Nadelöhr um von der Halbinsel runterzukommen.
Einige Campingplätze werden angefahren. Überall, leider alles voll. Es sieht nicht gut aus. Am Hafen von Jastarnia (Heisternest) sehen wir „vorne“ Wohnmobile. Hin und siehe, hier stehen einige Polen und Deutsche frei. Da passen wir gut dazu.
Ü:
Nebenan ist ein angenehmer Campingplatz für Surfer. Zelte und Wohnwagen sind sehr eng gestellt.
Zur Zeit des Deutschordensstaats Preußen hieß die Ortschaft Heigsternest.[1] Ursprünglich ging die Ortschaft aus zwei Fischerdörfern hervor, aus dem so genannten Putziger Heisternest (heute Jastarnia Pucka) und dem Danziger Heisternest (heute Bór). Das Danziger Heisternest wie auch das Städtchen Hela waren im 18. und 19. Jahrhundert Eigentumsortschaften der Stadt Danzig.[2][3] Das Danziger Heisternest wurde von Protestanten bewohnt, während die Bewohner von Putziger Heisternest katholisch waren und kaschubisch sprachen. Noch heute sollen sich die Dialekte in den Ortsteilen unterscheiden lassen. Im Jahr 1871 hatte Danziger Heisternest 388 Einwohner und 89 Haushaltungen, die auf 74 Wohngebäude verteilt waren.[4]
Die Halbinsel Hela hatte bis zum Inkrafttreten des Versailler Vertrags 1920 nach dem Ersten Weltkrieg zum Landkreis Putzig im Regierungsbezirk Danzig der Provinz Westpreußen des Deutschen Reichs gehört und musste dann zur Einrichtung des Polnischen Korridors an Polen abgetreten werden.
Der Bau der Bahnstrecke Reda–Hel im Jahr 1922 und ein eigener Hafen machten Heisternest innerhalb kurzer Zeit zu einem beliebten Seebad.
Nach dem Überfall auf Polen 1939 wurde Heisternest völkerrechtswidrig vom Deutschen Reich annektiert und gehörte nun zum Reichsgau Danzig-Westpreußen. Nach der Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht war die Halbinsel Hela mit 60.000 Flüchtlingen und Soldaten ab 9. Mai 1945 in der Hand der Roten Armee und ein großes Kriegsgefangenen Lager. In Jastarnia dabei war der Sanitätsfeldwebel Bernhard Häring, ein kath. Priester. Er wechselte in Priesterkleidung und wirkte hier bis Oktober 1945 unerkannt als Pfarrer.[5]
27.08.21, Freitag
Da alle Campingplätze bis hierher auf der Halbinsel bis auf den letzten Platz gefüllt sind und wir nicht die ganze Zeit frei stehen wollen bleibt uns nichts anderes übrig, als dieses quirlige Urlaubsparadies zu verlassen.
Einmal bis ans Ende von Hel in den namensgebenden Ort Hel. Hier hinten hätten wir im dunklen Wald auf feuchtem Boden auch für einige Tage verbringen können. Der Wetterbericht sagt aber auch Regnen an. Also ein guter Tag zum fahren. Wir stellen unseren Plan um. Das Ziel ist jetzt die Frische Nehrung. Keine drei Stunden bis dahin, rechnet unsere Naviapp aus. Das war die Theorie. Die Praxis beschert uns Stop-and-go! Es ist Freitag und dann durch die Dreistadt Gdingen-Zopot-Danzig, rund eine Million Einwohner auf 30 km Länge an der Danziger Bucht! Stoßstange an Stoßstange! Das dauert halt. Nach sechs Stunden mit einer Kaffee-Trink-Pause sind wir 4km vor der russischen Grenze und 60 km Luftlinie von Königsberg entfernt in Nowa Karczma/Neukrug. 2003 standen wir an der anderen Grenze zu Königsberg auf der Kurischen Nehrung bei Nidden.
Ü: 54.428939, 19.599534
28,08.21, Sa
Mit den Rädern zur Grenze nach Russland/Königsberg, Außengrenze Eu/Russland.
Es geht sehr steil hoch über die Düne, geschätzt über 25 m hoch und wieder runter zum Parkplatz. Die höchsten Dünen hier in der Gegend sind laut Karte 31 m hoch.
Vom Parkplatz aus sind es 3 km bis zum Hinterlandszaun der Grenze. Tatsächlich wird sie ungefähr 500 m weiter östlich verlaufen.
Direkt am Schlagbaum beginnt/endet der Fernradweg der EU. Gut ausgebaut, gut zu fahren.
Wir beschließen bis in den nächsten Ort/Hauptort Kahlberg/Krynica Morska zu fahren. Von hier aus fahren Schiffe über das Frische Haff nach Frombork. Das wäre doch ein gutes Ausflugsziel. In Frauenburg wirkte Nikolaus Kopernikus als Domherr.
29.08.2021, Sonntag
Heute Morgen hat es intensiv geregnet. Das heißt, wir schlafen richtig lange. Nach 12 Uhr schwingen wir uns auf die Räder und fahren nochmal die knapp 4km in Richtung Eu-Außengrenze. Diesmal jedoch nicht an die Seite der Ostsee, sondern auf dem Kolonnenweg der Grenzer auf die Seite des Frischen Haffs.
Oben auf der Hauptdüne, vielleicht auf 30 m über der Ostsee und dem Frischen Haff, befindet sich eine automatische Radaranlage. Ich versuche noch einige Meter zu Fuß in Richtung Haff runter zu gehen. Das mag meine Hüfte gar nicht. Hoch, zurück durch den Sand und zurück auf die Räder. Meine Hüfte liebt Rad fahren!
Kaffee und Kuchen in Piaski mit Blick übers Haff nach Frombork/Frauenburg, lecker!
Zurück zum Campingplatz, im Schilf auf dem Campingplatz sind mindestens zwei Wildschweine zu sehen.
30.08.2021, Montag
Unser heutiges Ziel ist Frombork/Frauenburg auf der südlichen Haffseite. Rund 12 km bis zum Hafen in Krynica Morska/Kahlberg, um 10 Uhr dann mit dem Ausflugsschiff in 1 1/2 Stunden nach Frauenburg, 3 Stunden in Nicolaus Kopernikus Heimatstadt Aufenthalt und dann um 15 Uhr zurück. Kosten ungefähr 25€ für hin und zurück.
Eben, gerade beim Frühstücken, laufen zwei Wildschweine an unserem Auto vorbei.
Nikolaus Kopernikus war ein Domherr des Fürstbistums Ermland in Preußen sowie Astronom und Arzt, der sich auch der Mathematik und Kartographie widmete. Wikipedia
Geboren: 19. Februar 1473, Toruń, Polen
Verstorben: 24. Mai 1543, Frauenburg, Polen
Ausbildung: Universität Padua (1501–1503), mehr
Beeinflusst von: Claudius Ptolemäus, Aristoteles, Aristarchos von Samos, mehr
Eltern: Nicolaus Copernicus Sr., Barbara Watzenrode
Beeinflusste Personen: Galileo Galilei, Johannes Kepler, Isaac Newton,
„So sitzt die Sonne auf ihrem königlichen Thron und regiert ihre Kinder, die Planeten,
die sie umkreisen.“
Kurz und prägnant hat Nikolaus Kopernikus sein Lebenswerk zusammengefasst: die Revolution des astronomischen Weltbildes. Kopernikus, 1473 geboren, stammte aus einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie in Thorn an der Weichsel. Nach dem Tod der Eltern sorgte sein Onkel, Fürstbischof im Ermland, für ihn – und die klerikale Karriere war vorgezeichnet. Kopernikus studierte unter anderem in Krakau und Bologna, wo er 1497 verfolgte, wie der Mond den Stern Aldebaran bedeckte. Doch das Himmelsschauspiel verlief ganz anders als vorausberechnet. Schlagartig wurde ihm klar, dass die damalige Theorie zum Aufbau der Welt den Lauf der Gestirne nicht präzise erklären konnte.
„Nachdem ich dieser Fehler gewahr geworden war, überlegte ich oft, ob dieses überaus schwierige und beinahe unlösbare Problem vielleicht durch eine vernünftigere Anordnung der Bahnen zu lösen wäre. Das ist in der Tat möglich, sofern man einige Grundannahmen akzeptiert:“
31.09.2021, Dienstag
Nach dem Mittag fahren wir vom Campingplatz ab. Die 37 km bis nach Stegna sind in knapp einer Stunde gefahren.
bis zum 4.09. bleiben wir hier.
04.09.2021, Sonnabend
Hier on Steegen haben wir alles abgefahren. Viel ist nicht mehr zu erkunden.
Umsetzen in Richtung Westen, wir wollen am Donnerstag, 09.09 in Neustrelitz sein und im Briefwahllokal für die Bundes-und Landtagswahl unsere Stimmen abgeben. Wir empfinden es als unsere Pflicht zu wählen! Wir, ich bestimmen mit unserer Stimme, wer in den nächsten Jahren in den entsprechenden Parlamenten sitzt und unsere Interessen vertritt! Nur, wenn ich selbst gewählt habe, dann kann ich die die ich gewählt habe direkt zur Rechenschaft ziehen.
Es ist der 25. August um 11:32 Uhr und wir fahren los nach ollen ollen vorher Geld ohne Rolleranbietern schicker Bucht am Tag
Naugard
Lidl
Pizza essen im Restaurant nebenan, ich trinke Kirschbier, lecker.
26.08.21 Ü n15.113270 e53.671391
baden in der Badeanstalt
Abfahrt kurz nach zehn
Wir kommen auf den Kreisel, von dem die Straße auf die Halbinsel geht.
Danach kommt auf der anderen Straßeseite ein Megastau. Hier ist das Nadelöhr um von der Halbinsel runterzukommen.
Einige Campingplätze werden angefahren. Überall, leider alles voll. Es sieht nicht gut aus. Am Hafen von Jastarnia (Heisternest) sehen wir „vorne“ Wohnmobile. Hin und siehe, hier stehen einige Polen und Deutsche frei. Da passen wir gut dazu.
Ü:
Nebenan ist ein angenehmer Campingplatz für Surfer. Zelte und Wohnwagen sind sehr eng gestellt.
Zur Zeit des Deutschordensstaats Preußen hieß die Ortschaft Heigsternest.[1] Ursprünglich ging die Ortschaft aus zwei Fischerdörfern hervor, aus dem so genannten Putziger Heisternest (heute Jastarnia Pucka) und dem Danziger Heisternest (heute Bór). Das Danziger Heisternest wie auch das Städtchen Hela waren im 18. und 19. Jahrhundert Eigentumsortschaften der Stadt Danzig.[2][3] Das Danziger Heisternest wurde von Protestanten bewohnt, während die Bewohner von Putziger Heisternest katholisch waren und kaschubisch sprachen. Noch heute sollen sich die Dialekte in den Ortsteilen unterscheiden lassen. Im Jahr 1871 hatte Danziger Heisternest 388 Einwohner und 89 Haushaltungen, die auf 74 Wohngebäude verteilt waren.[4]
Die Halbinsel Hela hatte bis zum Inkrafttreten des Versailler Vertrags 1920 nach dem Ersten Weltkrieg zum Landkreis Putzig im Regierungsbezirk Danzig der Provinz Westpreußen des Deutschen Reichs gehört und musste dann zur Einrichtung des Polnischen Korridors an Polen abgetreten werden.
Der Bau der Bahnstrecke Reda–Hel im Jahr 1922 und ein eigener Hafen machten Heisternest innerhalb kurzer Zeit zu einem beliebten Seebad.
Nach dem Überfall auf Polen 1939 wurde Heisternest völkerrechtswidrig vom Deutschen Reich annektiert und gehörte nun zum Reichsgau Danzig-Westpreußen. Nach der Bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht war die Halbinsel Hela mit 60.000 Flüchtlingen und Soldaten ab 9. Mai 1945 in der Hand der Roten Armee und ein großes Kriegsgefangenen Lager. In Jastarnia dabei war der Sanitätsfeldwebel Bernhard Häring, ein kath. Priester. Er wechselte in Priesterkleidung und wirkte hier bis Oktober 1945 unerkannt als Pfarrer.[5]
27.08.21, Freitag
Da alle Campingplätze bis hierher auf der Halbinsel bis auf den letzten Platz gefüllt sind und wir nicht die ganze Zeit frei stehen wollen bleibt uns nichts anderes übrig, als dieses quirlige Urlaubsparadies zu verlassen.
Einmal bis ans Ende von Hel in den namensgebenden Ort Hel. Hier hinten hätten wir im dunklen Wald auf feuchtem Boden auch für einige Tage verbringen können. Der Wetterbericht sagt aber auch Regnen an. Also ein guter Tag zum fahren. Wir stellen unseren Plan um. Das Ziel ist jetzt die Frische Nehrung. Keine drei Stunden bis dahin, rechnet unsere Naviapp aus. Das war die Theorie. Die Praxis beschert uns Stop-and-go! Es ist Freitag und dann durch die Dreistadt Gdingen-Zopot-Danzig, rund eine Million Einwohner auf 30 km Länge an der Danziger Bucht! Stoßstange an Stoßstange! Das dauert halt. Nach sechs Stunden mit einer Kaffee-Trink-Pause sind wir 4km vor der russischen Grenze und 60 km Luftlinie von Königsberg entfernt in Nowa Karczma/Neukrug. 2003 standen wir an der anderen Grenze zu Königsberg auf der Kurischen Nehrung bei Nidden.
Ü: 54.428939, 19.599534
28,08.21, Sa
Mit den Rädern zur Grenze nach Russland/Königsberg, Außengrenze Eu/Russland.
Es geht sehr steil hoch über die Düne, geschätzt über 25 m hoch und wieder runter zum Parkplatz. Die höchsten Dünen hier in der Gegend sind laut Karte 31 m hoch.
Vom Parkplatz aus sind es 3 km bis zum Hinterlandszaun der Grenze. Tatsächlich wird sie ungefähr 500 m weiter östlich verlaufen.
Direkt am Schlagbaum beginnt/endet der Fernradweg der EU. Gut ausgebaut, gut zu fahren.
Wir beschließen bis in den nächsten Ort/Hauptort Kahlberg/Krynica Morska zu fahren. Von hier aus fahren Schiffe über das Frische Haff nach Frombork. Das wäre doch ein gutes Ausflugsziel. In Frauenburg wirkte Nikolaus Kopernikus als Domherr.
29.08.2021, Sonntag
Heute Morgen hat es intensiv geregnet. Das heißt, wir schlafen richtig lange. Nach 12 Uhr schwingen wir uns auf die Räder und fahren nochmal die knapp 4km in Richtung Eu-Außengrenze. Diesmal jedoch nicht an die Seite der Ostsee, sondern auf dem Kolonnenweg der Grenzer auf die Seite des Frischen Haffs.
Oben auf der Hauptdüne, vielleicht auf 30 m über der Ostsee und dem Frischen Haff, befindet sich eine automatische Radaranlage. Ich versuche noch einige Meter zu Fuß in Richtung Haff runter zu gehen. Das mag meine Hüfte gar nicht. Hoch, zurück durch den Sand und zurück auf die Räder. Meine Hüfte liebt Rad fahren!
Kaffee und Kuchen in Piaski mit Blick übers Haff nach Frombork/Frauenburg, lecker!
Zurück zum Campingplatz, im Schilf auf dem Campingplatz sind mindestens zwei Wildschweine zu sehen.
30.08.2021, Montag
Unser heutiges Ziel ist Frombork/Frauenburg auf der südlichen Haffseite. Rund 12 km bis zum Hafen in Krynica Morska/Kahlberg, um 10 Uhr dann mit dem Ausflugsschiff in 1 1/2 Stunden nach Frauenburg, 3 Stunden in Nicolaus Kopernikus Heimatstadt Aufenthalt und dann um 15 Uhr zurück. Kosten ungefähr 25€ für hin und zurück.
Eben, gerade beim Frühstücken, laufen zwei Wildschweine an unserem Auto vorbei.
Nikolaus Kopernikus war ein Domherr des Fürstbistums Ermland in Preußen sowie Astronom und Arzt, der sich auch der Mathematik und Kartographie widmete. Wikipedia
Geboren: 19. Februar 1473, Toruń, Polen
Verstorben: 24. Mai 1543, Frauenburg, Polen
Ausbildung: Universität Padua (1501–1503), mehr
Beeinflusst von: Claudius Ptolemäus, Aristoteles, Aristarchos von Samos, mehr
Eltern: Nicolaus Copernicus Sr., Barbara Watzenrode
Beeinflusste Personen: Galileo Galilei, Johannes Kepler, Isaac Newton,
„So sitzt die Sonne auf ihrem königlichen Thron und regiert ihre Kinder, die Planeten,
die sie umkreisen.“
Kurz und prägnant hat Nikolaus Kopernikus sein Lebenswerk zusammengefasst: die Revolution des astronomischen Weltbildes. Kopernikus, 1473 geboren, stammte aus einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie in Thorn an der Weichsel. Nach dem Tod der Eltern sorgte sein Onkel, Fürstbischof im Ermland, für ihn – und die klerikale Karriere war vorgezeichnet. Kopernikus studierte unter anderem in Krakau und Bologna, wo er 1497 verfolgte, wie der Mond den Stern Aldebaran bedeckte. Doch das Himmelsschauspiel verlief ganz anders als vorausberechnet. Schlagartig wurde ihm klar, dass die damalige Theorie zum Aufbau der Welt den Lauf der Gestirne nicht präzise erklären konnte.
„Nachdem ich dieser Fehler gewahr geworden war, überlegte ich oft, ob dieses überaus schwierige und beinahe unlösbare Problem vielleicht durch eine vernünftigere Anordnung der Bahnen zu lösen wäre. Das ist in der Tat möglich, sofern man einige Grundannahmen akzeptiert:“
31.09.2021, Dienstag
Nach dem Mittag fahren wir vom Campingplatz ab. Die 37 km bis nach Stegna sind in knapp einer Stunde gefahren.
bis zum 4.09. bleiben wir hier.
04.09.2021, Sonnabend
Hier on Steegen haben wir alles abgefahren. Viel ist nicht mehr zu erkunden.
Umsetzen in Richtung Westen, wir wollen am Donnerstag, 09.09 in Neustrelitz sein und im Briefwahllokal für die Bundes-und Landtagswahl unsere Stimmen abgeben. Wir empfinden es als unsere Pflicht zu wählen! Wir, ich bestimmen mit unserer Stimme, wer in den nächsten Jahren in den entsprechenden Parlamenten sitzt und unsere Interessen vertritt! Nur, wenn ich selbst gewählt habe, dann kann ich die die ich gewählt habe direkt zur Rechenschaft ziehen.
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